21.02.2021

Formwandel des Kapitalismus und die Rolle von Krisen – Grundlagen der historischen Kapitalismusanalyse

Marxistisches Kolloquium im Frühjahr 2021, veranstaltet von der Heinz-Jung-Stiftung und Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung

Unsere jährliche „Marxistische Studienwoche“ in Frankfurt am Main kann dieses Jahr pandemiebedingt leider nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Wir haben daher entschieden, das Programm als Online-Veranstaltungsreihe mit wöchentlichen Terminen von März bis Mai anzubieten.

Unter dem Titel „Formwandel des Kapitalismus und die Rolle von Krisen – Grundlagen der historischen Kapitalismusanalyse“ widmen wir uns der politischen Ökonomie und ihrer historischen Analyse sowie aktuellen Entwicklungstendenzen des „westlichen“ Kapitalismus.

In den Vorträgen und Diskussionen wollen wir herausarbeiten, was zentrale Elemente der kapitalistischen Produktionsweise und Annahmen marxistischer Forschung über deren Entwicklung sind. Im Mittelpunkt stehen daher Merkmale wie Konzentration und Zentralisation, Staatsinterventionismus, Akkumulationsschwäche und Finanzialisierung, Umverteilung und die Differenzierung der Klassenverhältnisse sowie deren politische Konsequenzen. Ein besonderes Augenmerk soll auf der Bestimmung von Entwicklungsphasen des Kapitalismus liegen: Wir befassen uns mit der Theorie des „Staatsmonopolistischen Kapitalismus“, der Regulationstheorie sowie klassischen und jüngeren Imperialismustheorien, um zu diskutieren, in was für einer Formation des Kapitalismus wir gegenwärtig leben und ob die aktuellen Krisen den Übergang in eine neue Entwicklungsetappe markieren. Dabei müssen Fragen der Entwicklung globaler Klassenverhältnisse ebenso einbezogen werden wie die der gesellschaftlichen Naturverhältnisse.

Die Reihe ist dem Charakter der „Studienwoche“ entsprechend auch als Einführungs- und Grundlagenprogramm angelegt. Sie richtet sich vorrangig an junge und marxistisch interessierte Genossinnen und Genossen, die einen Einstieg in die Analyse des Kapitalismus suchen. Darüber hinaus soll sie auch die Möglichkeit zur Diskussion aktueller Entwicklungen bieten.

Ein Reader mit Texten zur Vorbereitung und Diskussion ist gegen eine Versandpauschale von 2 Euro postalisch erhältlich (Mail an: redaktion[at]zme-net.de).

Die Termine finden jeweils montags ab 19 Uhr via Zoom statt.

Zoom-Meeting-ID: 820 3831 5411, Zugangscode: 123456

Programm:

1. März, 19 Uhr

Der Kapitalismus als historische Produktionsweise und Elemente seines Formwandels

Vortrag: Jörg Goldberg

8. März, 19 Uhr

Konkurrenz, Konzentration und Zentralisation des Kapitals, technischer Fortschritt und der tendenzielle Fall der Profitrate

Vortrag: Stephan Krüger

15. März, 19 Uhr

Krisen als Knotenpunkte von Entwicklungsphasen und die neoliberale Entwicklungsetappe

Vortrag: Thomas Sablowski

22. März, 19 Uhr

Staatsmonopolistischer Kapitalismus und Regulationstheorie – zwei Theorien der Kapitalismusanalyse im Vergleich

Inputs: Franziska Lindner & Felix Syrovatka

29. März, 19 Uhr

Klassenwidersprüche und globale Klassenbildung in historischer und politischer Sicht

Vortrag: Marcel van der Linden

12. April, 19 Uhr

Grundlagen der Imperialismustheorie

Vortrag: Christin Bernhold

19. April, 19 Uhr

Die Natur als Schranke und Grenze der Entwicklung – zur Geschichte des gesellschaftlichen Naturverhältnisses im Kapitalismus

Vortrag: Christian Stache

26. April, 19 Uhr

Klassenwiderspruch, globale Krise und aktuelle Entwicklungstendenzen – vor einem neuen Kapitalismus?

Podium: Judith Dellheim, Jörg Goldberg, Thomas Sablowski (angefragt)

3. Mai, 19 Uhr

Dreieinhalb systemische Krisen in der bisherigen Geschichte des Industriekapitalismus seit 1873

Vortrag: Georg Fülberth

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